Babel

Babel

Wich­ti­ges Instru­ment zur Siche­rung des chan­cen­glei­chen Zugang zu medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung

Das größ­te Hin­der­nis beim chan­cen­glei­chen Zugang zu medi­zi­ni­scher Ver­sor­gung stellt für vie­le Zuge­wan­der­te die Sprach­bar­rie­re dar. Vor allem Migran­tin­nen, die über ihre Ehe­schlie­ßung nach Bran­den­burg kom­men, russ­land­deut­sche und jüdi­sche Zuge­wan­der­te, ins­be­son­de­re der älte­ren Genera­ti­on, sowie Flücht­lin­ge und Asylbewerber*innen ver­fü­gen nicht über so gute Deutsch­kennt­nis­se, um den all­täg­li­chen Bera­tungs- und Dia­gno­se­ge­sprä­chen beim Arzt, im Kran­ken­haus oder auf den Behör­den zu fol­gen. Die Erfah­run­gen bestä­ti­gen lei­der immer wie­der aufs Neue, dass die Sprach­kennt­nis­se zumin­dest eines Teils die­ser Per­so­nen­grup­pe nicht aus­rei­chen, um „Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ver­stän­di­gung über wech­sel­sei­ti­ge Ziel-set­zun­gen, Abläu­fe und Gestal­tung, die als die fun­da­men­ta­len Bestand­tei­le der pfle­ge­ri­schen und medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung gel­ten“, zu ermög­li­chen (Haber­mann, 2002). Und auch die medi­zi­ni­schen Fach­kräf­te sowie Per­so­nal der gesund­heit­li­chen und all­ge­mei­nen sozia­len Diens­te sind nur in Aus­nah­me­fäl­len gera­de in der Fremd­spra­che zuhau­se, die nach­ge­fragt wird.

Um die­ser Situa­ti­on ernst­haft zu Lei­be zu rücken, haben sich 2004 eine Rei­he von Per­so­nen – vie­le davon mit einer Migra­ti­ons­bio­gra­fie — zusam­men­ge­fun­den, um ihre Kennt­nis­se und ihr Enga­ge­ment gezielt ein­zu­set­zen. Mit der fach­li­chen und orga­ni­sa­to­ri­schen Unter­stüt­zung des Pro­jekts „El Puen­te“ bil­de­te sich in der Fol­ge­zeit eine sta­bi­le Grup­pe von Sprach- und Kul­tur­mit­teln­den. Die Mit­glie­der die­ser Grup­pe haben durch ihre Arbeit in vie­len Fäl­len eine umfas­sen­de ärzt­li­che Unter­su­chung und die not­wen­di­ge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Patient*innen und Ärzt*innen, Pfleger*innen und ande­rem medi­zi­ni­schen Per­so­nal ermög­licht.

Zur Zeit kann Unter­stüt­zung in fol­gen­de Spra­chen ange­bo­ten wer­den:
Ara­bisch, Bos­nisch, Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Hin­di, Kroa­tisch, Kur­disch, Kumi­kisch, Per­sisch, Pol­nisch, Por­tu­gie­sisch, Rus­sisch, Spa­nisch, Tür­kisch, und Viet­na­me­sisch

Das Enga­ge­ment der Grup­pe wird auch durch die Zuwen­dun­gen aus dem Euro­päi­schen Flücht­lings­fonds und dem Lan­des­haus­halt Bran­den­burg mög­lich. In der Regel ist daher das Ange­bot für Asyl­su­chen­den und Geflüch­te­te kos­ten­los.

Für Ihr Enga­ge­ment wur­de die Grup­pe bereits mehr­fach aus­ge­zeich­net.