El Puen­te

El Puen­te

Clea­ring­stel­le für die Bera­tung, Behand­lung und Prä­ven­ti­on psy­chisch erkrank­ter, ins­be­son­de­re trau­ma­ti­sier­ter Migrant*innen

Seit Jah­ren mahnt die Fach­öf­fent­lich­keit den drin­gen­den Hand­lungs­be­darf bei der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung von in Bran­den­burg leben­den psy­chisch erkrank­ten und trau­ma­ti­sier­ten Migrant*innen an und for­dert die Ver­bes­se­rung des spe­zi­fi­schen Bera­tungs- und Betreu­ungs­be­darf von trau­ma­ti­sier­ten und psy­chisch erkrank­ter Per­so­nen sowie die Koor­di­nie­rung der ver­schie­de­nen Akteur*innen. Die­se drin­gen­den Anlie­gen haben auch Ein­gang in die Fort­schrei­bung der Kon­zep­ti­on der Lan­des­re­gie­rung zur Inte­gra­ti­on blei­be­be­rech­tig­ter Zuge­wan­der­ter im Land Bran­den­burg gefunden:

„Ziel ist die Ver­bes­se­rung des vor­han­de­nen dezen­tra­len Ange­bots im Land Bran­den­burg zur Dia­gno­se und Behand­lung psy­chi­scher Erkran­kun­gen und Trau­ma­ti­sie­run­gen von Flücht­lin­gen. Dabei sol­len kei­ne neu­en medi­zi­ni­schen Struk­tu­ren geschaf­fen, son­dern die vor­han­de­nen stär­ker als bis­her unter­stützt und auf die spe­zi­el­le Ziel­grup­pe aus­ge­rich­tet werden.“

„Das Pro­jekt Clea­ring­stel­le für die Bera­tung, Behand­lung und Prä­ven­ti­on psy­chisch erkrank­ter, ins­be­son­de­re trau­ma­ti­sier­ter Migrant*innen — El Puen­te“ ver­steht sich als Bestand­teil die­ser Anstren­gun­gen. Mit „El Puen­te“ wird ein spe­zi­fi­sches Bera­tungs- und Betreu­ungs­an­ge­bot für trau­ma­ti­sier­te und psy­chisch erkrank­te Per­so­nen ent­wi­ckelt. Wei­ter­hin leis­tet „El Puen­te“ durch ein Fort­bil­dungs- und Bera­tungs­an­ge­bot sowie durch Koor­di­na­ti­on und Netz­werk­ar­beit einen Bei­trag zur Ein­bin­dung vor­han­de­ner Behand­lungs- und The­ra­pie­ka­pa­zi­tä­ten im Land Bran­den­burg in die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung von psy­chisch kran­ken und trau­ma­ti­sier­ten Migrant*innen und zum Aus­bau die­ser Kapazitäten.

Die Inhal­te der Arbeit von „El Puen­te“ sind im Einzelnen:

  • Clea­ring­stel­len­funk­ti­on in Einzelfällen

  • Auf­bau einer ver­läß­li­chen, kom­pe­ten­ten und kon­ti­nu­ier­li­chen Bera­tungs­struk­tur zur Beglei­tung, Unter­stüt­zung und Stär­kung von psy­chisch kran­ken, ins­be­son­de­re trau­ma­ti­sier­ten, und psy­chisch belas­te­ten bzw. gefähr­de­ten Migrant*innen

  • Fach­be­ra­tung und Super­vi­si­on für Gesund­heits­äm­ter, Sozi­al­psych­ia­tri­sche Diens­te und Mediziner*innen/Therapeut*innen in migra­ti­ons­re­le­van­ten Aspek­ten der psychotherapeutischen/psychosozialen Ver­sor­gung von Zuge­wan­der­ten sowie für Sozialarbeiter*innen zum ange­mes­se­nen Umgang mit psy­chisch kran­ken und trau­ma­ti­sier­ten Migrant*innen

  • Koor­di­nie­rung sowie fach­li­che Anlei­tung und Fort­bil­dung der Unterstützer*innengruppe (Grup­pe ehren­amt­lich arbei­ten­der Kul­tur- und Sprachmittler*innen)

  • Gesund­heits­för­de­rung durch Netzwerkbildung

  • Doku­men­ta­ti­on und ope­ra­ti­ve Analyse

  • Ent­wick­lung von wei­te­ren Ange­bo­ten, ins­be­son­de­re zur Nachbetreuung