KaS­Qu

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Kapa­zi­tät, Struk­tur und Qua­li­tät: Mei­len­stei­ne eines ganz­heit­li­chen Kon­zepts

Die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung von psy­chisch erkrank­ten Geflüch­te­ten ist in Bran­den­burg durch Schwie­rig­kei­ten und enor­me Defi­zi­te gekenn­zeich­net. Und gilt nicht erst seit dem sprung­haf­ten Anstieg der Flücht­lings­zah­len in den letz­ten Mona­ten. Fach­kräf­te aus den bestehen­den Regel­struk­tu­ren, die sich ihrer Ver­ant­wor­tung bewusst sind und einen Bei­trag zur Ver­bes­se­rung der Ver­sor­gungs­la­ge leis­ten wol­len, bekla­gen die­se Ver­sor­gungs­lü­cken seit Lan­gem. Dabei machen sie u.a. dar­auf auf­merk­sam, dass qua­li­fi­zier­te Sprach­mit­te­lung bereit­ge­stellt wer­den muss, um medi­zi­ni­sche und the­ra­peu­ti­sche Ange­bo­te über­haupt zugäng­lich zu machen. Die­sem Man­gel ernst­haft zu Lei­be zu rücken, ist die Ziel­stel­lung der Tätig­keit von FaZIT im Rah­men des Pro­jekt­ver­bun­des „Ist Gesund­heit teil­bar? Kapa­zi­tät, Struk­tur und Qua­li­tät: Mei­len­stei­ne eines ganz­heit­li­chen Kon­zepts“, der von der Bun­des­wei­ten Arbeits­ge­mein­schaft Psy­cho­so­zia­ler Zen­tren für Flücht­lin­ge und Fol­ter­op­fer – BafF koor­di­niert wird.

Seit 2004 hat das Team von FaZIT am Auf­bau eines Pools von Sprach- und Kul­tur­mit­teln­den mit­ge­wirkt und die­se Grup­pe fach­lich wie orga­ni­sa­to­risch betreut. Dadurch konn­te in vie­len Fäl­len wirk­sa­me Hil­fe geleis­tet und Kom­mu­ni­ka­ti­on sicher­ge­stellt wer­den. Das Teil­pro­jekt strebt an, die bereits ehren­amt­lich wir­ken­den Sprach- und Kul­tur­mit­teln­den für das Arbei­ten im the­ra­peu­ti­schen Set­ting zu qua­li­fi­zie­ren. Auf die­se Wei­se kön­nen die bestehen­den Struk­tu­ren der psy­cho­so­zia­len Ver­sor­gung im Land Bran­den­burg, ein­schließ­lich der Ein­rich­tun­gen der Kin­der- und Jugend­psych­ia­trie, für die Behand­lung von Flücht­lin­gen ertüch­tigt wer­den.

Dane­ben geht es auch dar­um, Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen auf den Ein­satz von Sprach­mit­teln­den und die Arbeit mit ihnen vor­zu­be­rei­ten sowie ins­ge­samt Regel­diens­te und Kos­ten­trä­ger für sprach­li­che oder sozio­kul­tu­rel­le Ver­stän­di­gungs­pro­ble­me im Umgang mit Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten als Beein­träch­ti­gung der Qua­li­tät und als Kos­ten­fak­tor zu sen­si­bi­li­sie­ren.

Ansprech­per­son

Dr. Wolf­gang Bautz