Mein Vor­bild,

Mein Vor­bild, dein Vor­bild

Inte­gra­ti­on ist in den letz­ten Jah­ren zum all­ge­gen­wär­ti­gen Schlag­wort der Poli­tik gewor­den. Oft bie­ten die ober­fläch­li­chen Debat­ten jedoch Anlass zu Miss­ver­ständ­nis­sen. Zum einen wird sel­ten genau dar­ge­legt, was es mit „Inte­gra­ti­on“ auf sich hat bzw. wie erfolg­rei­che Inte­gra­ti­on aus­se­hen kann und soll. Zum ande­ren scheint sich die­se For­de­rung der Poli­tik nicht ohne Wei­te­res in der Bevöl­ke­rung umset­zen zu las­sen. Vie­ler­orts füh­len sich Men­schen mit soge­nann­ten Migra­ti­ons­hin­ter­grund daher immer noch aus­ge­grenzt und uner­wünscht, was sich wie­der­um auf ihre eige­ne Moti­va­ti­on, sich ein­zu­glie­dern, nega­tiv aus­wirkt. In einer Gesell­schaft, die mehr und mehr durch Ein­wan­de­rung geprägt wird, ist es für das Zusam­men­le­ben wich­tig, die Leis­tun­gen von Migrant*innen wahr­zu­neh­men und wert­zu­schät­zen.

Das im Land Bran­den­burg durch­ge­führ­te Pro­jekt „Mein Vor­bild, dein Vor­bild“ soll daher Jugend­li­chen mit und ohne soge­nann­ten Migra­ti­ons­hin­ter­grund die Mög­lich­keit geben, sich im Rah­men von gelei­te­ten Grup­pen über Fra­gen der Inte­gra­ti­on und den All­tag von Zuge­wan­der­ten zu infor­mie­ren und aus­zu­tau­schen und Bei­spie­le gelun­ge­ner Inte­gra­ti­on näher zu betrach­ten.

Die in den Jugend­grup­pen bear­bei­te­ten The­men sol­len anhand einer kur­zen Video­pro­duk­ti­on im Inter­net einer brei­ten Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht wer­den. Hier­für wer­den die Jugend­li­chen von Medi­en- und Thea­ter­päd­ago­gen unter­stützt und in die ent­spre­chen­den tech­ni­schen Pro­zes­se ein­ge­wie­sen. Dabei strebt das Pro­jekt zwei Haupt­zie­le an: Einer­seits sol­len die sozia­len Kom­pe­ten­zen und das Selbst­wert­ge­fühl der Jugend­li­chen gestärkt wer­den. Ande­rer­seits zielt es dar­auf ab, die Öffent­lich­keit über die Lebens­rea­li­tät von Zuge­wan­der­ten im Land Bran­den­burg zu infor­mie­ren und so deren  Wahr­neh­mung nach­hal­tig zu ver­bes­sern.

Pro­jekt­lei­tung

Jes­si­ca Neu­may­er

Geför­dert von: