Inter­kul­tu­rel­le Öff­nung der 

Inter­kul­tu­rel­le Öff­nung gesund­heits­be­zo­ge­ner Selbsthilfestrukturen

Men­schen mit soge­nann­ten Migra­ti­ons­hin­ter­grund sind in bestehen­den Selbst­hil­fe­grup­pen deut­lich unter­re­prä­sen­tiert. Die viel­fäl­ti­gen Ursa­chen dafür sind sowohl bei den Migrant*innen (sprach­li­che Defi­zi­te, feh­len­de Infor­ma­tio­nen, kul­tu­rel­le Bar­rie­ren) als auch bei den bestehen­den Selbst­hil­fe­st­ruk­tu­ren (gerin­ge dif­fe­renz­ori­en­tier­te Aus­rich­tung der Ange­bo­te, kei­ne Zugangs­ka­nä­le zu Migrant*innen) zu suchen.

Das Vor­ha­ben möch­te mit Hil­fe einer Work­shoprei­he die inter­kul­tu­rel­len Öff­nungs­pro­zes­se von gesund­heits­be­zo­ge­nen Selbst­hil­fe­st­ruk­tu­ren unter­stüt­zen. Das Ziel ist es, mit inter­es­sier­ten Mitarbeiter*innen der Selbst­hil­fe­kon­takt­stel­len aus dem Land Bran­den­burg und den viel­fach ehren­amt­lich wir­ken­den Lei­tun­gen der bestehen­den Selbst­hil­fe­grup­pen sowie mit Verterter*innen von Migrantenselbstorganisationen:

  • die bestehen­de Zugangs- bzw. Wirk­sam­keits­bar­rie­ren zu ana­ly­sie­ren, die einer stär­ke­ren Ein­be­zie­hung von im Land Bran­den­burg leben­den Migrant*innen in gesund­heits­be­zo­ge­nen Selbst­hil­fe­st­ruk­tu­ren im Weg stehen;

  • die spe­zi­fi­schen Bedar­fe von Migrant*innen in Bezug auf Selbst­hil­fe zu untersuchen;

  • die Grund­sät­ze der kul­tur­sen­si­blen und dif­fe­renz­ori­en­tier­ten Anspra­che von Migrant*innen durch bestehen­de Selbst­hil­fe­st­ruk­tu­ren zu erör­tern und dies­be­züg­li­che Erfah­run­gen kennenzulernen;

  • die Mög­lich­kei­ten der Zusam­men­ar­beit mit Migran­ten­selbst­or­ga­ni­sa­tio­nen kennenzulernen;

  • die ers­ten prak­ti­schen Schrit­te zur Akti­vie­rung von Per­so­nen aus den Ziel­grup­pen zu begleiten.

Es wird ange­strebt, ins­ge­samt fünf Ver­an­stal­tun­gen durch­zu­füh­ren. Die ein­zel­nen Ver­an­stal­tun­gen wer­den mit jeweils ein oder zwei Refe­ra­ten ein­ge­lei­tet, dar­an schließt sich eine Mode­ra­ti­on an. Um sich mit der Situa­ti­on der teil­neh­men­den Selbst­hil­fe­kon­takt­stel­len ver­traut zu machen, ist geplant, die jewei­li­gen Semi­na­re in unter­schied­li­chen Selbst­hil­fe­kon­takt­stel­len durchzuführen.

Die Lan­des­ar­beits­ge­mein­schaft für Selbst­hil­fe­för­de­rung Bran­den­burg e.V. (www.selbsthilfe-brandenburg.de) ist Koope­ra­ti­ons­part­ner die­ses Vor­ha­bens. Das Pro­jekt wird fian­ziert durch die AOK Ber­lin-Bran­den­burg und die IKK Ber­lin und Brandenburg.