Ergeb­nis­se des Pra­xis­Dia­logs „Gewalt ver­mei­den!”

Trotz und wegen Coro­na: Am Frei­tag, den 11. Dezem­ber, fand unse­re Koope­ra­ti­ons­ver­an­stal­tung mit der DeBUG-Kon­takt­stel­le für Ber­lin, Bran­den­burg und Meck­len­burg-Vor­pom­mern und dem Alba­tros-Pro­jekt „Mut­ter­sprach­li­che und kul­tur­sen­si­ti­ve psy­cho­so­zia­le Bera­tung für Geflüch­te­te“ Pra­xis­Dia­log statt. Ca. 60 Fach­kräf­te der Sozia­len Arbeit aus Bran­den­bur­gi­schen und Ber­li­ner Fach­be­ra­tungs­diens­ten, Unter­künf­ten und Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen dis­ku­tier­ten gemein­sam zum The­ma „Gewalt ver­mei­den! – Wie blei­ben wir in Kri­sen­si­tua­tio­nen hand­lungs­fä­hig?“.

High­lights der Ver­an­stal­tung waren unter­schied­li­che Bei­trä­ge zum Umgang mit der Pan­de­mie in Bran­den­bur­ger und Ber­li­ner Gemein­schafts­un­ter­künf­ten sowie ein Bericht der Arbeit des Bran­den­bur­ger Kri­sen­be­ra­tungs­teams. Am Nach­mit­tag tausch­ten sich die Teil­neh­men­den in drei Work­shops zu sys­te­mi­scher Stress­re­duk­ti­on, Selbst­für­sor­ge und Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on in Bezug auf ihre Arbeits­si­tua­tio­nen wäh­rend der aktu­el­len zwei­ten Pan­de­mie­wel­le aus.

Als gro­ße Her­aus­for­de­run­gen stell­ten sich Pro­ble­me wie Per­so­nal­man­gel, feh­len­de Unter­stüt­zung sowie psy­chi­sche Belas­tung und Sub­stanz­ab­hän­gig­keit her­aus, die durch die Pan­de­mie noch ver­schlim­mert wür­den. Dazu kämen Schwie­rig­kei­ten bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on und Umset­zung von Qua­ran­tä­ne­maß­nah­men sowie der Umgang mit deren Nicht­ein­hal­tung sei­tens der Bewohner*innen. Als Bei­spie­le guter Pra­xis wur­den die dezen­tra­le Unter­brin­gung in Woh­nun­gen, geschütz­te Bera­tungs­räu­me, geschlech­ter­ge­misch­te Betreu­ungs­teams, die Zusam­men­ar­beit mit Nachbar*innen sowie der Ein­satz von Sprachmittler*innen und Integrationslots*innen genannt.